Provider stehen in den Startlöchern

Seit bekannt wurde, dass Liechtenstein in den nächsten Jahren komplett auf Glasfaser umsteigen wird, hat vor allem die Ankündigung, dass die Kosten für den Anschluss im Haus der Hausbesitzer übernehmen soll, für Diskussionen gesorgt. Jetzt wollen die Provider davon profitieren.
Der Glasfaser-Ausbau in Liechtenstein ist in vollem Gange. Vergangenen Dienstag wurde nun in Triesen über den anstehenden Ausbau informiert. Im gut besuchten Gemeindesaal informierten die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) über den Ausbau in Triesen. Auffällig dabei: Über den Sommer haben sich verschiedene  Provider Gedanken gemacht, wie sie Kunden an sich binden könnten – und bieten dafür jetzt eine kostenlose Hausinstallation an – sofern man sich für mehrjährige Abonnements entscheidet.
Kostspielige Installation umgehen
Durch den flächendeckenden Glasfaserausbau werden in den nächsten Jahren landesweit die bestehenden Kupfer- und Coaxkabel abgeschaltet. Bis ins Jahr 2022 werden bereits 90 Prozent aller liechtensteinischen Haushalte mit Glasfaser ausgerüstet sein. Triesen gehört neben Mauren und Vaduz zu einer der ersten Gemeinden, die vollflächig mit Glasfaser ausgerüstet sein wird. Der Ausbau sei bereits in vollem Gange, die Verteilerstandorte in den Gemeinden sind mit Glasfasern ausgestattet, sodass jetzt laufend von dort aus die Verbindung zu den Häusern erstellt werden kann, wurde die Bevölkerung von Triesen am Dienstag informiert. Auch wurde darüber informiert, welche Anpassungen durch die neue Technologie für die Hausverkabelung nötig sind. Die Kosten, die im Haus anfallen, sind von den Hauseigentümern zu übernehmen und je nach Grösse und Alter des Hauses variieren die Aufwände stark. Neben der neuen Verkabelung im Haus müssen die Hausbesitzer einen neuen Vertrag mit einer der liechtensteinischen Telekommunikationsfirmen abschliessen.
Telekommunikationsfirmen übernehmen Kosten
Davon wollen jetzt verschiedene Provider profitieren, schliesslich werden die Karten völlig neu gemischt. Als Erstes machte die Speedcom bereits bei der Informationsveranstaltung in Mauren Ende Juni den künftigen Kunden ein Angebot, bei welchem die Installationskosten im Haus, welche eigentlich vom Hausbesitzer getragen werden müssten, übernommen werden. Wer sich für einen Vertrag über drei Jahre entscheidet, dem werden die Installationskosten übernommen. Dabei wird eine OTO-Dose über die vorhandene Leitungsführung erschlossen. Auch die Aktivierungskosten werden nicht verrechnet. Ein ähnliches Angebot haben über den Sommer auch die anderen liechtensteinischen Provider aufgesetzt. FL1, Supra.net, Li-Life sowie Hoi Internet AG springen auf den Zug auf.  Dabei unterscheiden sich Leistungen, Preise sowie Mindestvertragslaufzeiten teilweise. Da macht es Sinn, die Angebote genau zu studieren. (wr)
Jetzt checken, wann bei Ihnen Glasfaser verlegt wird:
2017-09-18T15:41:58+00:00 18.09.2017|0 Comments

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