Auf dem Weg zum Europameister

Auf dem Weg zum Europameister

Glasfaser-Zukunft Gestern luden die Liechtensteinischen Kraftwerke die Vaduzer Bevölkerung zur Informationsveranstaltung bezüglich

dem Glasfaser-Ausbau in ihrer Gemeinde ein. Das Interesse daran war riesig, schliesslich kommen einige Änderungen auf Hausbesitzer zu.

Liechtenstein stellt auf Glasfaser um. Die neue Technologie, welche die bestehenden Kupfer- und Koaxleitungen in den liechtensteinischen Haushalten ablösen wird, verspricht viel höhere Bandbreiten für Telefonie, Fernsehen und Internet. Während in anderen Ländern schon länger auf die neue Technologie gesetzt wird, ging es in Liechtenstein erst in diesem Jahr richtig los. Der Ausbau von Glasfaser wird vorangetrieben, weil das Netz viel höhere Bandbreiten zulässt, schneller, stromsparender und weniger störungsanfällig ist. In ein paar Jahren dürfte Liechtenstein Europameister in Sachen Glasfaser sein – bis 2024 sollen alle Haushalte an Glasfaser angeschlossen sein, so der Plan der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW). Dafür werden insgesamt 32 Millionen Franken investiert. Aktuell hat rund jeder Zehnte einen Glasfaseranschluss.

In Mauren, Triesen und Vaduz bereits gestartet

Mit dem Ausbau der Glasfaser-Leitungen wurde nun in den Gemeinden Triesen, Mauren und Vaduz gestartet. In Letzterer fand gestern eine Veranstaltung der LKW statt, um die Bürger aus erster Hand zu informieren. Bei der Vaduzer Bevölkerung stiess das Thema dann auch auf reges Interesse – der Vaduzer Saal war sehr gut gefüllt. LKW-CEO Gerald Marxer informierte darüber, wie der Ausbau vonstatten geht und welchen Nutzen die Glasfaser-Technologie mit sich bringt. «Die Technologien beim Fernsehen, Telefon und Internet wachsen immer weiter zusammen und verbrauchen immer höhere Datenmengen», so Marxer. «Hier stossen wir mit der aktuellen Technik an unsere Grenzen.» Deshalb verlegen die LKW in den kommenden Jahren zu den meisten liechtensteinischen Haushalten einen Glasfaser-Anschluss.

Jeder Haushalt wird einen neuen Vertrag brauchen

Das läuft folgendermassen: Sechs Monate bevor die LKW loslegen, wird der entsprechende Hausbesitzer informiert. Ist die Glasfaserleitung bis ans Haus gelegt, hat der Hausbesitzer dann ein Jahr Zeit, um sich ins Haus einen Glasfaser-Anschluss verlegen zu lassen. Das ist faktisch Pflicht, denn nach einem Jahr werden die Kupfer- und Koaxleitungen abgestellt. Das liegt daran, dass es für die LKW viel zu teuer wäre, drei Netze parallel zu betreiben. Die Kosten für die Installation im Haus wird der Hausbesitzer dann selber berappen müssen – bei einem Einfamilienhaus dürften es zwischen 300 und 500 Franken sein. In der Zwischenzeit waren aber die Service-Provider aktiv. Sie bieten unterdessen verschiedene Verträge an, in welchen bei Abschluss bereits die Installationskosten übernommen werden. Neue Verträge wird sowieso jeder Haushalt brauchen – die alten werden mit Abschaltung der Kupfer- und Koaxnetze auslaufen.

Alle Informationen dazu gibt es auf glasfaser-zukunft.li. (pd)

2017-12-13T08:21:41+00:00 13.12.2017|0 Comments

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