Schaan kriegt ein schnelleres Netz
Glasfaserausbau Seit Kurzem werden in der bevölkerungsreichsten Gemeinde des Landes neue Kabel verlegt; die LKW hat mit dem Glasfaserausbau in Schaan begonnen. Damit kommen die Einwohner bereits in Kürze in den Genuss von schnellerem und sichererem Netz.
Schaan wird zum Glasfaserdorf.  Seit Kurzem haben die Liechtensteinischen Kraftwerke damit begonnen, in Schaan Glasfaser zu verlegen. Aus diesem Grund lud die LKW gestern die Schaaner Bevölkerung in den SAL, um sie über die neue Technologie zu informieren. Und die Schaaner folgten zahlreich – über 200 Gäste liessen es sich nicht nehmen, sich aus erster Hand über neues, schnelleres und sichereres Internet zu informieren. Bis 2020 will Liechtenstein 1 Gbit/s etabliert haben, weshalb die LKW nun Gemeinde für Gemeinde die neuen Kabel verlegt. In Schaan sind derzeit nur etwa 5 Prozent der Anschlüsse mit Glaserfaser ausgebaut, der Grossteil davon sind Geschäftskunden. Doch das dürfte sich bereits in Kürze ändern. Begonnen hatte die LKW übrigens  mit  den Gemeinden Mauren, Vaduz und Triesen. Unterdessen sind im ganzen Land rund 15 Prozent der Haushalte mit Glasfaser erschlossen. Die anderen Gemeinden folgen in den nächsten Monaten und Jahren. Bis 2021 sollen 95 Prozent der Haushalte mit Glasfaser erschlossen sein. Wann welche Adresse erschlossen wird, ist unter der Homepage glasfaser-zukunft.li abrufbar.
Der Datenverbrauch nimmt stetig zu. Wie LKW-CEO Gerald Marxer erklärte, werden das Koax- und Kupferkabel in Zukunft abgestellt werden, weil sie alle über Glasfaser transportiert werden. Doch weshalb wird das alte Netz überhaupt abgestellt? «Die Bandbreiten werden stetig zunehmen; das herkömmliche Netz würde diesen Daten irgendwann nicht mehr gerecht werden», so Marxer. Möglichkeiten wie Cloud-Dienste oder 4K- bzw. 8K-Fernsehen werden immer mehr Daten brauchen.
So kommt man an seinen Glasfaseranschluss
Der Ablauf für Glasfaser wird  dann folgendermassen aussehen: Sechs Monate bevor die LKW die neuen Kabel verlegen, wird der entsprechende Hausbesitzer informiert. Ist die Glasfaserleitung bis ans Haus gelegt, hat der Hausbesitzer dann ein Jahr Zeit, um sich ins Haus einen Glasfaseranschluss verlegen zu lassen. Das ist faktisch Pflicht, denn nach einem Jahr werden die Kupfer- und Koaxleitungen abgestellt. Das liegt daran, dass es für die LKW zu teuer wäre, drei Netze parallel zu betreiben. Die Kosten für die Installation im Haus wird der Hausbesitzer dann selber berappen müssen – bei einem Einfamilienhaus dürften es zwischen 300 und 500 Franken sein. In der Zwischenzeit waren aber die Service-Provider aktiv. Sie bieten unterdessen verschiedene Verträge an, in welchen bei Abschluss bereits die Installationskosten übernommen werden.  Denn neue Verträge wird sowieso jeder Haushalt brauchen – die alten verlieren mit Abschaltung der Kupfer- und Koaxnetze ihre Gültigkeit. Die alte Technik gibt es dann nicht mehr. (pd)
2018-05-23T09:53:21+00:00 23.05.2018|0 Comments

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